Was ist eigentlich eine Domain?

abstract the world businessAls Laie in der Domainwelt stellen sich einem viele Fragen, auf die sich oft nur komplizierte Antworten finden lassen. Was ist eigentlich genau eine Domain? Wie ist sie aufgebaut? Was ist eigentlich eine IP-Adresse und was hat sie mit dem ganzen zu tun ? All diesen Fragen – und noch einigen mehr –  wird im folgenden Beitrag nachgegangen. Wir hoffen Ihnen hiermit mehr Klarheit in das komplexe Themengebiet der Domains geben zu können.

Kommunikation im Internet

Um die exakte Kommunikation im Internet zu gewährleisten, ist jedem Computer, der mit dem Internet verbunden ist, eine sogenannte IP-Adresse zugeordnet. Hierbei handelt es sich um eine Zahlenkette, die aus vier bzw. sechs Zahlen besteht, die durch Punkte getrennt sind. Ein Beispiel für eine vierstellige IP-Adresse wäre zum Beispiel: 192.168.0.100. Wenn man eine Internetseite aufrufen möchte, sendet der Browser, in den man die Internetadresse eingegeben hat, eine Anfrage an den Computer, auf dem die Daten der gewünschten Seite abgelegt sind. Diesen Computer kann der Browser durch dessen IP-Adresse genau identifizieren.

Für Computer ist die Verarbeitung von Zahlen einfach, Menschen jedoch finden es schwer, sich lange Zahlenketten zu merken. Um diese Hürde zu überwinden wurden Domains eingeführt, die aus Buchstaben und Worten bestehen und somit für den Menschen einprägsamer sind. Hinter jeder Domain versteckt sich also eine bestimmte IP-Adresse, mithilfe derer man auf die Webseite zugreifen kann.

Was ist eine Domain?

Eine Domain ist also eine Art Stellvertreter, eine Adressierungsmethode für die genaue IP-Adresse eines bestimmten Computers oder Servers, und soll dem Nutzer damit die Navigation im Internet erleichtern. Das wichtigste Hilfsmittel für den Nutzer ist dabei sein Webbrowser. In dem Moment nämlich, in dem ein Internet-User eine Webadresse im Browser eingibt, wird diese Anfrage an einen Domain-Name-Server gesendet.

Dieser Server speichert Domains mit den zugehörigen IP-Adressen. Er nimmt die Anfrage an, sucht die entsprechende IP-Adresse heraus und sendet diese wiederum an den Browser, der nun eine Verbindung mit der angefragten Seite aufbaut und diese darstellen kann.

Wie ist eine Domain aufgebaut?

Eine Domain besteht aus mehreren Komponenten, deren Aufbau die Kommunikation zwischen Nutzer, Browser und Server erleichtern soll. Getrennt werden die einzelnen Namens-Bestandteile meist durch Punkte. Die folgende Grafik soll den Aufbau verdeutlichen:

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  • Wichtig: Eigentlich beginnt ein jeder Domain-Name mit der root- oder Null-Domain. Diese taucht aber nicht in der Adresse auf, da sie der Webbrowser zu jeder Eingabe hinzurechnen kann. Die Null-Domain besteht aus einer Zahlenfolge von acht Nullen.

Top-Level-Domain (TLD)

Eine Domain wird, wider Erwarten, immer von rechts nach links gelesen. Ganz rechts steht die Top-Level-Domain oder auch Domainendung genannt. Sie identifiziert z.B. das Land in dem die Domain registriert ist. In unserem Beispiel also .de für Deutschland. Länderspezifische Domains nennt man auch Country-Code Top-Level-Domains (ccTLD). Neben den ccTLDs bestehen allerdings auch thematisch bezogene Domains, die Generic Top-Level-Domains (gTLD) genannt werden. Solche sind zum Beispiel:

  • .com, welche für kommerzielle Unternehmen steht
  • .eu, welche für die Europäische Union
  • .aero, welche für Unternehmen aus der Luftfahrtbranche steht oder
  • .biz für geschäftliche Auftritte.

Weitere ccTLDs sind zum Beispiel:

  • .de für Deutschland
  • .fr für Frankreich
  • .it für Italien oder
  • .uk für das Vereinigte Königreich.

Subdomains

Die nächste Komponente in unserem Beispiel lautet “.domain” und wird als Second-Level-Domain bezeichnet. Sie weist auf den Anbieter und auch auf den Inhalt der Webadresse hin. Die nächste Ebene, die Third-Level-Domain, ist nicht zwingend von Nöten. In unserem Beispiel lautet sie “.blog”. Sie beschreibt den Anbieter oder Inhalt genauer und ist nur nötig, wenn die Orientierung auf dem Server der Webseite dies verlangt.

Jede Second-Level-Domain und auch die darunter liegenden Ebenen einer Domain werden als Subdomains bezeichnet. Jede Komponente unterhalb der Top-Level-Domain ist eine Subdomain zu dem darüber stehenden Label. “.domain” ist die Subdomain zu .de, .blog ist die Subdomain zu “domain.de”. Theoretisch kann eine Domain unendlich viele Komponenten haben. Diese werden dann als Fourth-, Fifth-Level-Domain usw. bezeichnet.

Internetdienst und -Protokoll

Die nun folgenden Komponenten kennt jeder, der schon mal im Internet recherchiert hat. Das “www.” drückt aus, dass die Seite auf einem Webserver innerhalb des World Wide Web angeboten wird. Alternativen zu dieser Komponente sind beispielsweise:

  • m. für einen Server speziell für mobile Endgeräte
  • mail. für einen Mailserver (auch smtp./pop3./imap.) oder
  • ftp. für einen FTP Server (File-Transfer-Protocol).

httpsDie ganz links stehende Komponente “http://” ist die Bezeichung für das Protokoll mit dem die Daten der Homepages aus dem World Wide Web in den Browser übertragen werden. Alternativ zu nennen wären noch diese anderen Protokolle:

  • POP oder IMAP für das Transferieren von Mails sowie
  • FTP oder BitTorrent für die Übertragung von Daten.

Mittlerweile kann man bei der Adresseingabe in den Browser, das “http://” und das www. in den meisten Fällen auslassen. Das liegt daran, dass die vielen Browser sich das “www.” und das “http://” “hinzudenken” können, und sie zur Navigation im Internet nicht mehr auf diese Eingaben angewiesen sind.

Titelbild © sommai – Fotolia.com

Autoren: Katharina Trebes/Lars Hoffhenke/Max Kluge

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